Unser zweibeiniges Team

An dieser Stelle möchten wir uns kurz vorstellen, damit du genau weißt, mit wem du es zu tun hast.

 


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Das Herzstück: Kathi (Katharina Jonas)

Es sagen immer alle, dass ich quasi auf dem Pferderücken geboren wurde. Ich bin schon als kleiner Butsche immer mit meinem Opa Wilhelm Jonas, dem Gründer des Reitstalls, durch die Gegend gezottelt und wollte natürlich alles machen was er macht und am besten auch noch alles können, was er kann. Als Opas ganzer Stolz bin ich fix aufs Pferd gekommen, im Reitunterricht mitgeritten und es dauerte gar nicht lange, da habe ich angefangen die etwas schwierigeren Pferde unter den Sattel zu bekommen.

Ich war jedoch nicht immer „nur“ im Reitstall tätig: Nachdem ich vor einigen Jahren meine Lehre zur Landwirtin mit dem Schwerpunkt Pferde begann und andere (Zucht-)Ställe kennenlernte (Mein erstes Lehrjahr absolvierte ich bei Martin Klindtworth in Ohrensen, einem bekanntem Hannoveraner und Holsteiner Züchter ), studierte ich Landwirtschaft mit dem Schwerpunkt „Pferde“.  Zuerst im Bachelor später im Masterstudiengang, welchen ich erfolgreich mit einem Master in Agrarmanagement abgeschlossen habe. Mein Praxisprojekt während des Masterstudiums habe ich beim Holsteiner Verband unter der Leitung von Dr. Thomas Nissen absolviert und dabei folgendes Konzept erstellt: „Entwicklung eines Konzeptes zur Erhebung, Auswertung und Nutzung von Zuchtdaten zur Optimierung der Anpaarungsplanung in der Holsteiner Zucht“.
Zeitgleich begann ich den Reitbetrieb, der zu diesem Zeitpunkt stillag, wieder aufzunehmen.
Im Anschluss an mein Studium ging es ein wenig um die Welt: neben Pfirsichen, Äpfel und Kirschen pflücken in Neuseeland, „Mädchen für alles“ auf einem Warmblutzucht- und Milchviehbetrieb in Australien hatte ich unteranderem das Glück als Cattle Worker (Rinder treiben zu Pferd mit Hunden) zu arbeiten und einen Monat durch Texas zu reisen. Ich hatte das Glück, dass mein Vater Hermann in dieser Zeit gemeinsam mit meiner Schwester Tina, die Reitstunden und die Versorgung der Pferde übernommen hat. Kaum wieder zuhause angekommen, kam die Anfrage einer landwirtschaftlichen Berufsschule ob ich für ein halbes Jahr als Aushilfs- und Vertretungslehrkraft arbeiten würde. Also nicht lang überlegt und für ein halbes Jahr, dreimal wöchentlich landwirtschaftliche Berufsschüler unterrichtet.
Seither widme ich mich dem, was ich schon immer machen wollte, nämlich das, was mein Opa getan hat: Pferde ausbilden und züchten, aus ihnen herrliche Reitpartner machen und vorallem den Leuten das Reiten und die Freude am Partner Pferd näher bringen.
Einige fragen sich weshalb ich nicht in meinem Studienberuf tätig geworden bin – die Antwort darauf ist recht einfach: „Home is where your Heart is“ oder auch „tu was du liebst, du lebst nur einmal“.

Zu meiner reiterlichen Ausbildung: Im Jahr 2015 absolvierte ich erfolgreich bei Johannes Beck-Broichsitter auf dem Johannenhof in Heist die Ausbildung zum Trainer C Basissport und bin lizenzierte Ausbilderin des DOSB – Deutscher Olympischer Sportbund. Für 2016 steht eine Fortbildung zur Ergänzungsqualifikation Sitz- und Gleichgewicht auf dem Plan.

Noch ein kleiner Hinweis: Durch mein zweites Hobby – die Freiwillige Feuerwehr – müsst ihr euch auch keine Gedanken über die Versorgung machen, wenn doch mal etwas passiert. Ich bin ausgebildete Sanitäterin der Freiwilligen Feuerwehr und durch unsere regelmäßigen Einsätze und Schulungen immer auf dem aktuellen Stand.


 

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Hermann Jonas

Hermann, mein Papa, hat den Betrieb von seinem Vater (dem weltbestem Opa) und dessen Bruder August Jonas übernommen. Hermann ist früher sehr viel geritten, wollte sogar Bereiter werden – aber wie es damals so war, wurde ihm eine Obstbaulehre nahe gelegt, welche er mit bravour meisterte. Meisterte… achja, Papa hat natürlich auch einen Meisterbrief als Gärtner in der Fachrichtung Obstau.

Aufgrund einer Verletzung darf er seit geraumer Zeit nicht mehr selbst in den Sattel steigen. Aber auf einem Reit- und Obstbaubetrieb aufgewachsenen, hat er selbstverständlich von klein auf an auf dem Rücken der Pferde gesessen (und auch gestanden ;)), mit ihnen gearbeitet und natürlich auch in der Reitschule unterrichtet. Das Unterrichten bringt ihm auch heute noch großen Spaß. So hat er immer einen lockeren und lustigen Spruch auf den Lippen, verwöhnt und quatscht mit den Kleinsten, fordert und motivert.
Das er mit jeglichem Charakter und Menschenschlag auskommt, hat er wohl am meisten in seinen 18 Jahren als Chef der Freiwilligen Feuerwehr Hamburgs perfektioniert. Dieses Ehrenamt war einer der Hauptgründe, warum der Reitbetrieb „auf Eis“ gelegt wurde und natürlich das Problem die Pferde nicht mehr selbst von oben ausbilden und korrekturreiten zu können. Hermann arbeitet schwerpunktmäßig im Obst- und Gemüsebaubetrieb und hilft wenn Not am Mann ist beim Unterrichten und Füttern. Außerdem ist er unser „Futtergott“, so ist er nicht nur die treibende und ausführende Kraft wenn es um die Weiden-, Wiesenpflege und die Ernte unseres eigenen Futters geht, sondern sorgt auch immer dafür dass ich ausreichend Heu und Stroh im Stall habe.

Er ist täglich im Stall, guckt mal eben über die Bande, zieht die Halle, räumt etwas mit auf und und und… manchmal hab ich das Gefühl keiner beschickt soviel am Tag wie Papa. Aber er hat uns schon als Kinder gesagt: „Mädels, vor Arbeit dürft ihr keine Angst haben – nicht lang drüber schnaggen: machen!“

Weiterhin mitwirkend im Reitstall Neuenfelde

Meine Mutter Anke Jonas (die zu meinem Glück sämtlichen Papierkram erledigt), meine älteste Schwester Tina (Hofnachfolgerin des Obst – und Gemüsebaubetriebes) und ihr Mann Werner. Wie das auf einem Familienbetrieb üblich ist, hilft jeder mal jedem, sodass auch Tina und Werner hin und wieder im Reitstall anzutreffen sind.